Sprachen und Dialekte verändern sich. Oft hört man, dass heute nicht mehr so gesprochen wird wie vor 70 Jahren. Ist dies wirklich der Fall?

 

In unserem Projekt gehen wir genau dieser Frage nach: in der wohl umfangreichsten Dialekterhebung seit Mitte des 20. Jahrhunderts haben wir zwischen Februar 2020 und Dezember 2021 Sprachdaten von 1000 Personen aus 125 Ortschaften erhoben und traditionelle dialektologische Feldforschung mit innovativen technologischen Methoden (Smartphone Apps & Zoom) kombiniert. Jede Aufnahme dauerte rund 2-3h.

Folgende Fragen stehen im Zentrum des Projekts:

  • Wie haben sich schweizerdeutsche Dialekte in den letzten 70 Jahren verändert?

  • Welche sprachlichen Ebenen haben sich am meisten verändert? Die Verwendung von Wörtern, die Grammatik oder etwa die Lautung von Dialekten?

  • Welche Rolle spielen soziodemographische Faktoren wie Alter, Geschlecht, soziale Vernetzung, Mobilität usw. in Bezug auf Sprachwandel- und variation?

Unsere Erkenntnisse werden zur Klärung zentraler Fragen rund um Sprachwandel und -variation beitragen und eine Grundlage für weitere Forschung bieten. Weil Dialekte und sprachliche Variation auch die breite Bevölkerung seit jeher faszinieren, werden die Resultate des SDATS-Projekts 2023/2024 zudem in Form interaktiver Karten öffentlich zugänglich gemacht werden.

125 Ortspunkte

Illustration zur Erhebungsmethode

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