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ÜBER DAS PROJEKT

PROJEKT

Sprachen und Dialekte verändern sich. Oft hört man, dass heute nicht mehr so gesprochen wird wie vor 50 Jahren. Ist dies wirklich der Fall? In unserem Projekt gehen wir genau dieser Frage nach: in der umfangreichsten Dialekterhebung seit Mitte des 20. Jahrhunderts werden wir Sprachdaten von mehr als 1000 Personen in der ganzen deutschsprachigen Schweiz erheben und traditionelle dialektologische Feldforschung mit innovativen technologischen Methoden kombinieren.

Folgende Fragen stehen im Zentrum des Projekts:

  • Wie haben sich schweizerdeutsche Dialekte in den letzten 70 Jahren verändert?

  • Welche sprachlichen Ebenen haben sich am meisten verändert? Die Verwendung von Wörtern, die Grammatik oder etwa die Lautung von Dialekten?

Die Resultate werden zeigen, wie sich unsere Dialektvielfalt entwickelt hat und ob sich beispielsweise Tendenzen einer Abflachung regionaler Unterschiede ausmachen lassen. Zudem sollen auch die Gründe für Veränderungen nachvollzogen werden, d.h. inwiefern beispielsweise das Standarddeutsche einen Einfluss hat oder ob es eher Männer oder Frauen sind, die den Sprachwandel vorantreiben.

Unsere Erkenntnisse können somit zur Klärung zentraler Fragen rund um Sprachwandel und -variation beitragen und eine Grundlage für weitere Forschung bieten. Weil Dialekte und sprachliche Variation aber auch die breite Bevölkerung seit jeher faszinieren, sollen die Resultate des SDATS-Projekts zudem in Form interaktiver Karten öffentlich zugänglich gemacht werden.

ECKDATEN

  • Zeitraum: September 2019 – August 2024

  • Budget: 1,622,489 CHF

  • Förderung: Schweizerischer Nationalfonds (Eccellenza)
    (+ Universität Bern Forschungsstiftung 9,500 CHF)